Aufdeckung von Fake-Streams: Däne zu Haftstrafe verurteilt

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In Dänemark wurde ein bahnbrechendes Gerichtsurteil gefällt: Ein 53-jähriger Mann aus Ostjütland, dessen Name nicht veröffentlicht wurde, wurde zu einer Haftstrafe verurteilt.

Richtungsweisendes Urteil gegen manipulierte Streaming-Einnahmen

Er wurde für schuldig befunden, durch künstlich erzeugte Streams von mehreren hundert Musiktiteln unrechtmäßig Tantiemen in Höhe von mindestens 2 Millionen dänischen Kronen (ca. 230.000 Pfund) eingenommen zu haben. Der Fall gilt als der erste seiner Art in Dänemark und hat große Aufmerksamkeit erregt.

Fake-Streams: Betrug in beispiellosem Ausmaß

Die Staatsanwaltschaft argumentierte, dass die Menge an Streams, die notwendig gewesen wäre, um diese Summe zu generieren, unmöglich von echten Nutzern hätte generiert werden können. Stattdessen habe der Angeklagte illegale Methoden verwendet, um die Anzahl der Streams künstlich zu erhöhen.

Er wurde vom Gericht in Aarhus auch des Urheberrechtsverstoßes bei 37 Tracks schuldig befunden. Diese Tracks waren bearbeitete Versionen von Werken anderer Musiker, die er unter seinem eigenen Namen veröffentlicht hatte. Die Staatsanwaltschaft hatte ihm vorgeworfen, die Werke anderer Künstler genommen und Länge sowie Tempo verändert zu haben.

Er hat eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten erhalten, von denen er drei Monate im Gefängnis verbringen muss. Außerdem hat der Richter angeordnet, dass 2 Millionen Dänische Kronen beschlagnahmt werden. Die Hälfte der Summe muss vom Mann und die andere Hälfte von seinem Unternehmen gezahlt werden. Zusätzlich wurde er zu einer Geldstrafe von 200.000 Dänischen Kronen verurteilt.

Reaktionen auf das Urteil

Musiker, Komponisten und Urheberrechtsvertreter begrüßten das Urteil als historisch.

Maria Fredenslund, Geschäftsführerin der Danish Rights Alliance, die den Fall 2018 gemeldet hatte, sagte: „Wir freuen uns sehr, dass das Gericht bestätigt hat, dass Streaming-Betrug zutiefst kriminell und ernst ist. Dieses historische Urteil sendet ein starkes Signal über die Schwere der Herausforderungen bei der Manipulation von Streams. Der Fall zeigt auch, dass diese Art von Betrug entdeckt werden kann und dass sowohl Rechteinhaber als auch Behörden das Problem ernst nehmen.“

Anna Lidell, Vorsitzende des größten dänischen Komponisten- und Songwriterverbandes, unterstrich die Bedeutung des Falles und betonte, dass die Taten des Verurteilten eine Beleidigung für alle seien, die hart arbeiteten, um mit ihrer Musik ein Einkommen zu erzielen.

Zukunftsrelevanz und Berufungsbekanntmachung

Amir Amirian, der leitende Spezialstaatsanwalt in diesem Fall, sagte dem Guardian: „Dies ist ein Präzedenzfall und meines Wissens nach der erste seiner Art in Dänemark. Es ist wichtig, denn wenn wir in Zukunft ähnliche Fälle sehen, wird dies der primäre Fall sein, auf den man sich bezieht. Aus meiner Sicht ist es wichtig, dass der Richter entschieden hat, dass dies Datenbetrug ist. Das ist tatsächlich illegal und keine Lücke in der Gesetzgebung oder Ähnliches.“

Der Verurteilte kündigte an, gegen das Urteil Berufung einlegen zu wollen, was die anhaltende Relevanz und Diskussion dieses Falles unterstreicht.

Dieses Urteil setzt nicht nur in Dänemark, sondern auch international ein starkes Zeichen gegen den Missbrauch von Streaming-Diensten und für den Schutz geistigen Eigentums.

Er beschäftigt sich mit Hard- und Software, insbesondere mit Anime & Manga. Seine bevorzugten Themen sind Hardware Reviews, Anime & Manga, Videostreaming und künstliche Intelligenz, aber auch Retro und Emulatoren. Es macht ihm Spaß, Anleitungen zu schreiben und sein Wissen an Leute weiterzugeben, die gerne programmieren möchten. Er ist gehörlos und ein IT-Softwareentwickler, der gerne in PHP und MySQL programmiert.