Künstliche Intelligenz am Arbeitsplatz: Teurer als Menschen?

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Eine Studie des Massachusetts Institute of Technology (MIT) zeigt dass es in vielen Fällen teurer ist, menschliche Arbeitskräfte durch Künstliche Intelligenz (KI) zu ersetzen als sie zu behalten. Diese Erkenntnis steht im Gegensatz zu weit verbreiteten Befürchtungen, dass KI massenhaft Arbeitsplätze vernichten könnte.

Kosten-Nutzen-Rechnung zugunsten der KI nicht eindeutig

Die Forscher haben in ihrer Analyse die Wirtschaftlichkeit von KI-Systemen in über 800 Berufen untersucht, darunter auch die Prüfung von Lebensmitteln auf Verderb. Dabei konnten sie feststellen, dass nur 23 Prozent der Lohnkosten durch Automatisierung ersetzt werden könnten. Dies liegt vor allem an den hohen Anfangsinvestitionen in KI-Systeme. Zudem gestaltet sich die Separierung automatisierbarer Aufgaben von anderen Jobanteilen oft schwierig.

Die Studie lässt jedoch offen, dass sich diese Wirtschaftlichkeit mit der Zeit ändern könnte. „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass KI-bedingter Arbeitsplatzabbau bedeutend, aber auch schrittweise erfolgen wird, sodass Politik und Umschulungsmaßnahmen Zeit haben, die Auswirkungen auf die Arbeitslosigkeit abzumildern“, so das Forschungsteam.

Trotz der aktuellen Debatte über die Auswirkungen von KI auf den Arbeitsmarkt bleibt die Frage des Zeitpunkts, wann solche Veränderungen eintreten werden, umstritten. Das MIT-Team untersuchte insbesondere Aufgaben, die durch Computersehen unterstützt werden könnten, wie zum Beispiel die Qualitätskontrolle von Zutaten durch einen Bäcker. Obwohl Massenproduktion oder „KI-as-a-Service“-Angebote potenzielle Kostenersparnisse bieten, sind solche Systeme derzeit noch zu teuer für die Übernahme einzelner Aufgabenbereiche.

Angst vor Arbeitsplatzverlust unbegründet

Die Angst vor Jobverlusten aufgrund von Maschinen ist ein häufiges Phänomen bei schnellem technologischen Wandel. Aber keine Sorge, es gibt auch positive Entwicklungen! Aktuelle Modelle wie ChatGPT und Bard zeigen beeindruckende Fähigkeiten in Bereichen, die bisher dem Menschen vorbehalten waren. Allerdings wird laut MIT-Forschern oft die technische Machbarkeit und wirtschaftliche Lebensfähigkeit von KI-Systemen nicht direkt berücksichtigt.

Es bleiben viele Fragen offen, insbesondere bei Jobs ohne visuelle Analysekomponente oder bei Tätigkeiten, die eher durch KI ergänzt statt ersetzt werden könnten. Der Verdacht finanzieller Interessen liegt nahe, da die MIT-Studie von IBMs Watson AI Lab unterstützt wurde. Die Autoren betonen jedoch die Notwendigkeit von regulativen Rahmenbedingungen für die Zukunft.

„Unsere Ergebnisse sollten Politikern verdeutlichen, wie wichtig es ist, sich auf die Automatisierung von Arbeitsplätzen durch KI vorzubereiten. Gleichzeitig zeigen sie, dass dieser Prozess Jahre oder sogar Jahrzehnte dauern wird. Daher haben politische Initiativen genug Zeit, um darauf zu reagieren“, erklärte Neil Thompson, MIT-Forschungswissenschaftler und Co-Autor, freundlich gegenüber TechCrunch.

Er beschäftigt sich mit Hard- und Software, insbesondere mit Anime & Manga. Seine bevorzugten Themen sind Hardware Reviews, Anime & Manga, Videostreaming und künstliche Intelligenz, aber auch Retro und Emulatoren. Es macht ihm Spaß, Anleitungen zu schreiben und sein Wissen an Leute weiterzugeben, die gerne programmieren möchten. Er ist gehörlos und ein IT-Softwareentwickler, der gerne in PHP und MySQL programmiert.

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